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Das Gebäude

Das Casa Batlló, im Herzen des Passeig de Gràcia gelegen, ist ein Ausdruck der Heiterkeit. Ein Haus von einzigartiger Symbolik, eine Quelle mariner Inspiration, eine Traumwelt, die mit seinen organischen Elementen an die Natur oder fantastische Elemente errinert.

Neben seinem künstlerischen Wert, weisst das Werk enorme Funktionalität auf, näher an heutigen Massstäben als an denen der vergangenen Epochen. Es gibt auch manche, die in diesen Elementen Vorläufer der architektonischen Avantgarde, zu Ende des 20. Jahrhunderts sehen.

Seine organischen Formen, die Innovation der angewandten Konzepte, die genutzte Methodologie, all dies sticht heraus…

DIE FASSADE

Auf Höhe des noblen Geschosses integrierte Gaudí eine grosse Tribüne – zum Sehen und gesehen werden – die einige Meter auf den Passeig de Gràcia hinausragt. Er fügte ausserdem Fenster riesiger Dimensionen und ovaler Form hinzu. Er führte Sandsteinsäulen in Knochenform und Balkone in Maskenform (Oder sind es Fledermäuse?) ein.

Das Gebäude wird von einem spektakulären Dach gekrönt, geformt aus grossen Schuppen, ähnlich dem Rücken eines Drachen; und ein Turm, aus dem ein Kreis mit vier Armen herausragt, das in die vier Himmelsrichtungen zeigt.

Er verkleidete die gesamte Fassade mit Trencadís aus Buntglas und Keramikscheiben, wodurch ausserdem eine gewellte Oberfläche erreicht wurde. Das finale Ergebnis ist da: ein überwältigendes, historisches und anregendes Werk, dass seit nun bereits über einem Jahrhundert alle kennen und bewundern. Mythos oder Legende, Monet´s Seerosen, ein Karneval beschworen durch die Masken, das Konfetti, ein Dach in der Form des Hutes eines Harlekin, Sant Jordi, der mit dem Drachen auftritt, das Schwert, die Totenköpfe…

DAS NOBLE GESCHOSS

Es ist die ehemalige Wohnung der Familie Batlló. Mit mehr als 700 Quadratmetern Wohnfläche ist es der Hauptwohnbereich des Hauses.

Er ist über eine herrliche Privat-Eingangshalle zugänglich, die an die Unterwasser-Grotten von Kapitän Nemo errinert, mit Dachfenstern, die an die Panzer von Schildkröten errinern, gewölbte Wände in kurvigen Formen und eine spektakuläre Treppe.

Die geschnitzten Geländer, aus Hartholz, repräsentieren das Rückgrat eines grossen Tieres. Hat man es erstmal auf Höhe des noblen Geschosses geschafft, erreichen wir einen Austeiler von grosszügigen Dimensionen mit direkten Ausblicken auf die blaue Fassade des Lichthofes. Nach dem Passeig de Gràcia befindet sich das Büro des Herr Batlló, ein idealer Bereich, für das Umwerben im Schutze der romantischeKamine in Form von Pilzen, flankiert von jeweiligen Bänken, eine für die Anstandsdame und die andere für den aufpassenden Partner.

Der grosse Salon, der mit drei weiteren Räumenm verbunden ist, ist ein Schaufenster auf den Passeig de Gràcia mit grossen Fenstern, die Lichteintritt erlauben. Er entwarf grosse Eichentüren aus organischen Formen, in die er bunte Glasfenster einfügte. Diese Türen, ie gleichzeitig die drei Räume trennen, erlauben es einen einzigartigen Raum voller Licht zu erschaffen. Die Decke des Hauses, eine Anspielung auf das Meer, ist komplett gewellt. Ein geschickter Strudel ragt heraus, den Gaudí auf Basis einer Spartograsfüllung gewann und die an die Kraft des Meeres errinert.

DACHBODEN

Einer der einzigartigsten Räumlichkeiten, eine exquisite Kombination aus Ästhetik und Funktionalität. Es handelte sich um eine Service-Zone für die Mieter der Wohnfläche des Hauses mit Waschräumen, Abstellräumen…

Er ist durch die Schlichtheit seiner Formen charakterisiert, der mediterranen Inspiration durch die Farbe weiss und durch die Omnipräsenz des Lichtes. Hervorzuheben ist die Aufeinanderfolge von 60 Parabelbögen, wodurch ein Raum entsteht,der an die Rippen eines Tieres errinert. Vielleicht die des Drachens, der oben drüber, auf der Dachterrasse, situiert ist. Auf diese gelangt man über eine spiralförmige Treppe.

DIE DACHTERRASSE

Mit dem himmlischen Schleier entfaltete Gaudí eine Flut an Genialität, Vorstellungskraft und Kreativität. Es handelt sich um eine Räumlichkeit von enormen poetischen Wert mit bestechenden Blicken auf Barcelona und die sich in ein Universum aus Formen, Silhouetten und Texturen verwandelt.

Besonders hervor sticht, was beliebterweise als Rücken des Drachens bezeichnet wird, das die Fassade charakterisiert. Gaudí repräsentierte das Rückgrat des Tieres mit Ziegeln verschiedener Farben auf der einen Seite und färbte diese mittels der Trencadís-Technik auf der Innenseite der Dachterrasse.

Weiter schmücken die Dachetrrasse vier Schornsteingruppen in gewellter Form, stilisiert und vielfarbig in konstantem Kokettieren mit dem Firmament, mit Bedacht und der Absicht, dass die zirkulierende Luft davon abzuhalten hinein zu kommen. (Erneut, die Funktionalität!)

Oktober 2017
Freitag
20
Geöffnet von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr
(letzter Einlass 20:00 Uhr)