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Barcelona und der Modernismus

Fortschritt und Wandel: die Wirtschaft, Kultur und Architektur

Ende des 19. Jahrhunderts schaut Barcelona nach Europa, das sich transformiert und ausweitet, Anpassungen an die treibenden Wechsel der Industriellen Revolution und die Progression zu einer modernen Gesellschaft. Kulturell hat es ebenfalls viel Bewegung in Literatur, Musik oder Kunst gegeben. Es ist ein sehr aktiver Moment, in welchem sich eine starke kulturelle und überragende Transformation einstellt, über allem eine Erneuerung der katalanischen Werte durch die genannte Bewegung der Renaissance.

Die neue Situation, die sich in Barcelona fand, die eine der europäischen Städte mit dem grössten Potential verwandelte, ist zu einem grossen Teil auf die Organisation der Weltausstellung in Spanien 1888 zurückzuführen. Dieses grosse Ereignis im Hinterkopf, bildete Barcelona neue Gebäude, und stärkte damit auch sein Wirtschaftswachstum.

Wachstum, zu dem auch, und viel, die Indianos beigetragen haben, die im Anschluss des “desastre del 98“ und dem Verlust der letzten Kolonien nach Spanien zurückgekehrt sind. Sie kamen mit Ihren Reichtümern, von einem Hauch von Moderniyät umgeben und mit dem Wunsch Sachen zu ändern. Sie hatten in Kultur investiert und ihr Erbe haben sie in Politik, Musik, Literatur und Architektur erhalten.

Barcelona hatte einen anderen Rhythmus als der Rest Spaniens und dies merkte man im ekonomischen Wohlstand mit dem Höhepunkt der Burgeoise. Der Passeig de Gràcia, ehemalige Landstrasse die Ciutat Vella mit dem Ort Gràcia verband, verwandelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in die bekannteste Strasse der Mode. Die Bewohner Barcelonas spazierten auf dem Passeig de Grácia, auf dem sich die prächtigsten Geschäfte befanden und er verwandelte sich in das Wunschobjekt dieser sozialen Schicht. Die katalanische Burgeoise und vor allem die wohlhabenden Unternehmer wollten ihre Häuser auf dieser Strasse bauen. Dies ist was der Textilunternehmer Josep Batlló getan hat, nicht nur wählte er den vorzeigbarsten Ort auch wählte er den relevantesten Architekten, den genialen Antoni Gaudí.

Dazu erwarb er ein schlichtes Gebäude mit der Absicht diese in etwas Spektakuläres zu verwandeln. Im selben Block haben Puig i Cadalfach das Casa Amatller und Domènech i Montaner das Casa LLeó Morera errichtet. Das Resultat, drei modernistische Gebäude vereint, erbaut von den bekanntesten Architekten des Modernismus und im Wettkampf um den Titel der schönsten Konstruktion. Daher kennt man sie, als Referenz zur griechischen Mythologie, unter dem Spitznamen “Block der Zwietracht“.

Wir befinden uns am Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist die Epoche des Modernismus, die ebenfalls zur Transformation Barcelonas beiträgt.

 

Der Modernismus ist eine Kulturelle Bewegung, die alle Bereiche der Kunst und des Denkens betraf, aber es ist die Architektur, in der sie ihre ganze Pracht offenbarte. Diese Bewegung fand eine besondere Zustimmung in Katalonien mit architektonischen Repräsentanten wie Domènech i Montaner, Puig i Cadalfach oder Antoni Gaudí. Einige der Repräsentanten trafen sich im Literatur-Café “Els Quatre gats”, im von Puig i Cadalfach erbauten Gebäude und wo häufig Picasso, Rusiñol oder Casas einkehrten.

Der modernistische Stil charakterisierte sich zuallererst durch kurvige Linien, die Asymetrie, die Dynamik der Formen, die Verwendung der Naturelemente, die Mischung aus Funktionalität und Ästhetik,…

Man setze einen Bruch mit allem Bisherigen voraus, eine Suche des Modernen in allen Aspekten des Lebens und besitze eine Komponente des Optmismus als Widerspiegelung des guten Moments, in dem man lebt. In der Zeit der industriellen Predominanz, wusste der Modernismus die Beschäftigung der neuen Materialien mit einer tiefen Forderung des Handwerks und der traditionellen Elemente zu verbinden.

Domènech i Montaner spielte eine essentielle Rolle in der Definition des architektonischen Modernismus durch einen Artikel, in dem er den Schlüssel äusserte, laut dem die Architektur den Nationalcharakter Kataloniens reflektiert. Seine Werke charakterisieren sich, neben anderen Sachen, durch die kurvigen Formen und Dekorationen, die von der hispano-arabischen Architektur inspiriert sind, wie wir am Beispiel des Palau de la Música Catalana von 1908 beobacheten können.

Puig i Cadafalch, Schüler von Domènech i Montaner, ist Architekt des Casa Amatller von 1900. Eine Vermischung der romanischen, gottischen und barocken Stile. Die Bekrönung der Fassade errinert eigentlich an die Häuser der Niederlanden.

Einer der grössten Repräsentanten dieser Bewegung war Antoni Gaudí.