Casa Milà ("La Pedrera")

Das von 1906 bis 1912 errichtete Gebäude Casa Milà, das auch unter dem Beinamen „La Pedrera“ bekannt ist, war der letzte Profanbau von Antoni Gaudí. Während Antoni Gaudí insbesondere für seine modernistischen Entwürfe bekannt ist, wird die Casa Milà gemeinhin zu seinen „modernen“ Bauten gezählt. Das Meisterwerk wurde 1984 zusammen mit dem Park Güell und dem Palau Güell zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und war damit eines der ersten Gebäude des Industriezeitalters, das in die Liste der weltweit einzigartigsten Orte aufgenommen wurde. Der Beiname „La Pedrera“ (katalanisch für „Steinbruch“) geht auf die äußere Gestaltung des Bauwerks zurück, da die Fassade und ihre zahlreichen Balkone hauptsächlich aus Stein bestehen.

La Pedrera

Anfahrt:

Sie erreichen La Pedrera bequem mit den U-Bahn-Linien 3 (Grün) und 5 (Blau) (Haltestelle „Diagonal“). Das Bauwerk erhebt sich an der Ecke Passeig de Gràcia/Carrer de Provença.

Öffnungszeiten:

La Pedrera kann ganzjährig täglich besucht werden. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit:
1. März bis 3. November: 9:00 bis 20:30 Uhr
4. November bis 28. Februar: 9:00 bis 18:30 Uhr

La Pedrera Casa Mila

10 interessante Fakten rund um La Pedrera

1. Wussten Sie, dass Antoni Gaudí insgesamt nur drei Wohngebäude entworfen hat? Auf die Casa Calvet folgte das Bauwerk Casa Batlló und schließlich die Casa Milà.

2. Antoni Gaudí vollendete La Pedrera nicht wie er es geplant hatte, da es Meinungsverschiedenheiten mit der Familie Milà gab. Ursprünglich wollte er auf dem Dach eine große Statue der Jungfrau Maria errichten, doch diese Idee konnte er nicht durchsetzen. Bezüglich dieses Themas war sich der Architekt nicht nur mit der Familie Milà uneinig, sondern es gab auch Streit mit Anwohnern und der Stadtverwaltung von Barcelona.

3. Wussten Sie, dass sich Bürger und Presse seinerzeit über La Pedrera lustig machten? In dieser Karikatur aus der Satirezeitschrift L’Esquella de la Torratxa wurde das Bauwerk aufgrund seiner für die damalige Zeit äußerst modernen Gestaltung als monströses Parkhaus für Zeppeline dargestellt.

La Pedrera Roof

4. Die Casa Milà wartet mit einer der berühmtesten Dachterrassen der Stadt auf, welche von den skulpturenhaften Schornsteinen und Lüftungsschächten geprägt wird, die Antoni Gaudí für dieses einzigartige Gebäude entwarf. Seinem typischen Stil folgend kreierte Gaudí ein begehbares Dach voller geschwungener Linien, die nicht nur der Zierde, sondern auch funktionalen Zwecken dienten, denn sie sorgten dafür, dass durch die zwei großen Innenhöfe mehr Tageslicht in die Innenräume einströmen konnte.

5. Von der Dachterrasse von La Pedrera aus kann man die Sagrada Família sehen. Wie auch auf dem Dach der Casa Batlló hat der Architekt dafür gesorgt, dass der Blick auf sein größtes Meisterwerk – die Sagrada Família – frei bleibt.

Casa Mila

6. Wussten Sie, dass La Pedrera George Lucas als Inspiration diente? Es ist zwar nicht eindeutig belegt, doch es heißt, dass der Regisseur und Schöpfer des Star Wars-Universums sich beim Design der Helme der Sturmtruppen von den Schornsteinen von La Pedrera inspirieren ließ.

7. Antoni Gaudí war ein Vorreiter im Bereich Recycling: Der Baumeister nutzte Glasbruch und Fliesenscherben zu dekorativen Zwecken (z. B. bei den Schornsteinen und Lüftungsschächten oder auch bei den Mosaiken).

8. La Pedrera war das erste Haus am Passeig de Gràcia, das über eine Tiefgarage für Kutschen verfügte. Dies ist eine der großen Besonderheiten dieses Bauwerks. Außerdem ist zu erwähnen, dass das Gebäude über keine einzige tragende Wand verfügt und seine Struktur lediglich aus Säulen und offenen Räumen besteht.

9. Die Steine für das Erdgeschoss von La Pedrera wurden zunächst aus dem Steinbruch von Garraf und später aus Vilanova herangeschafft. Die Ortschaften liegen 30 bzw. 50 km von Barcelona entfernt.

10. Heutige Nutzung von La Pedrera: In einem Teil des Gebäudes befinden sich bis heute Privatwohnungen, während der Rest des Bauwerks in ein von der Stiftung Fundació Catalunya-La Pedrera verwaltetes Kulturzentrum umgewandelt wurde. Das Kulturzentrum umfasst einerseits die Büroräume der Stiftung und andererseits die für Besucher zugänglichen Bereiche (wie z. B. die Wohnung in der obersten Etage oder den Dachboden mit dem Ausstellungsraum Espai Gaudí, in dem Modelle der bedeutendsten Werke des Baumeisters zu sehen sind.

Interior de la Pedrera

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